Mario Sarto

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Mario Sarto

Staatlich geprüfter Gestalter • Fachrichtung Edelmetall • Schwerpunkt Schmuck und Gerät, Goldschmiedemeister

Ich bin auf die Anfertigung von Schmuck-Unikaten spezialisiert. Großen Wert lege ich auf die Beratung meiner Kunden. Mir ist es wichtig, Ihre Wünsche und Vorstellungen zu verstehen, wenn ich für Sie arbeite. So können sehr individuelle Stücke entstehen. Es ist für mich unerheblich, ob ein Stück in Silber oder Platin gearbeitet werden soll – Sie können stets mit bester Verarbeitung und meiner vollen Aufmerksamkeit rechnen.

Goldschmiedemeister Mario Sarto

subice te rebus et impera!

…mein Motto

Sinngemäß bedeutet es: “Unterwerfe dich den Dingen und beherrsche sie!” Dies mag auf den ersten Blick widersprüchlich erscheinen und doch ist es die Quintessenz all meiner Erfahrungen! Alles und jedes auf dieser Welt verhält sich nach bestimmten Regeln und hat seine ihm eigenen, stets besonderen Eigenschaften. Als Goldschmied habe ich mit außergewöhnlich vielen Materialien zu tun. Nur wenn ich ihr Wesen verstehe, kann ich sie nach meinen Vorstellungen sinnvoll be- und verarbeiten, verändern, kombinieren und sie letztlich zu stimmigen Schmuckstücken formen.

_Voll_handwerk!

Besuchen Sie mich und stehen Sie einem Mann mit Lederschürze und meist schwarzen Fingern gegenüber. In einem Anzug werden Sie mich niemals sehen – darin lässt es sich nicht arbeiten – jedenfalls nicht so, wie ich es tue. Es mag manch romantischer Vorstellung über den Goldschmiedeberuf zuwider laufen, aber bei der Arbeit mit den Metallen wird man schmutzig. Der Grund? Es ist ein Handwerk! Es ist meines – seit dreißig Jahren – ich mag das!

Mein Handwerk…

…ist das Goldschmieden. Eines der ältesten Gewerke überhaupt. Ein Handwerk, aus dem im Laufe der Jahrhunderte weitere entstanden: Schmiede, Edelsteinschleifer und -fasser, Graveure, Elfenbeinschnitzer und einige mehr. Es vereint auf wunderbare Weise die Bereiche der Naturwissenschaften mit den kulturellen Aspekten der jeweiligen Zeit. Es entstanden und entstehen Schmuckstücke sowie Objekte, welche den Zeitgeist und die technischen Errungenschaften der Kulturen wiedergeben. Die Edelmetalle, so wertvoll sie auch sein mögen, die Edelsteine, so schön sie auch sein mögen - ohne die schmiedende Hand gäbe es keine Piratenschätze und Könige und Königinnen würden sicher keinen Goldbarren auf ihren Häuptern tragen.

Sarto - Lederschürze

Meinung!

Ausbildung

Als Meister…

…wollte ich das Wissen zum Fortbestand des Handwerks an junge Menschen weiter geben. Die 3½ jährige Ausbildung ist die wichtigste Grundlage des Berufes. Einen Ausbildungsplatz werde ich jedoch nicht mehr zur Verfügung stellen. Die Gründe hierfür finden sich in der Neufassung der Handwerksordnung. Danach ist der Beruf Goldschmied zulassungsfrei!

Gesellschaftlich so gewollt

Nach der Novellierung der Handwerksordnung kann jeder diesen Beruf ausüben und als selbständiges Handwerk betreiben. Es ist keine qualifizierende Ausbildung mehr nötig. Eine politische und damit gesellschaftliche Entscheidung mit weitreichenden Folgen – eine Ausbildung als Goldschmied und die damit verbundenen Prüfungen sind von nun an als unnötige Hürde anzusehen – eine Ausbildung ist damit sinnfrei… Mit meiner Entscheidung, keinen Ausbildungsplatz mehr zur Verfügung zu stellen, bin ich nicht glücklich. Führt sie doch den Begriff »Meister« ad absurdum. Jedoch bedeutet die konsequente Umsetzung der Novelle für mich die legitime Möglichkeit, meinem Protest gegen diesen Unsinn Ausdruck zu verleihen.

Aussichten

Der Begriff…

…Goldschmied ist nicht mehr geschützt. Jeder kann eine Goldschmiede eröffnen, Edelmetalle und -steine verarbeiten und als Schmuck veräußern. Ob gelernt oder ungelernt, was dabei heraus kommt, ist sekundär. Geblieben ist der Beitrag, den der Schmuckschaffende an die Handwerkskammern abführen muss. Wer sich zum Meister fortbilden will, der kann das tun — er muss aber nicht. Damit entfällt die Verpflichtung, sich fortbilden zu müssen. Zugangsbeschränkend habe sich der in Verruf geratene Titel ausgewirkt. Das sehe ich anders! Besonders in Bezug auf die Ausbildung unseres Nachwuchses. Das duale System wird allerorten gepriesen und als Vorbild angesehen. Ohne Meisterinnen und Meister ist sein Untergang besiegelt. Hier wird es in absehbarer Zeit zu herben Defiziten kommen.

Und nun?

Der freie Markt, so die Kritiker des Meistertitels, wird es schon richten. Jemand, der schlecht arbeitet, wird nicht lange am Markt präsent sein. Welche Schäden dieser aber bis zu seinem Abgang verursacht, bleibt unausgesprochen. Sie als Kunde entscheiden allein, wo und welchen Schmuck Sie erwerben und wem Sie Reparaturen an Ihrem Schmuck zutrauen. Dafür wünsche ich Ihnen eine glückliche Hand!

Die Novelle der Handwerksordnung von 2004 zerstört ein historisch gewachsenes, wirtschaftlich starkes, kulturell wertvolles Gut der Handwerkskunst in der Bundesrepublik. Sie höhlt das überall auf der Welt als Vorbild geltende duale Ausbildungssystem aus. Der Meistertitel verkommt zu einem Prestigeobjekt, anstatt für das zu stehen, was er eigentlich sein sollte: Garant für die meisterliche Beherrschung des Handwerks, die Weitergabe des Wissens an den Nachwuchs und den stetigen Willen, sich fortzubilden. Gerade in der heutigen Zeit sind Werte wie diese stärker gefordert denn je!

Mario Sarto, Goldschmiedemeister

Jeder fängt klein an…

…und der Anfang machte große Freude!

Dieses Buch ist eine Sammlung von 83 Berichten, die ich während meiner Ausbildung zum Goldschmied angefertigt habe. Die Berichte dokumentieren in Wort und Bild den Stand meiner Ausbildung zum jeweiligen Zeitpunkt. Darin finden sich einfache Sägeübungen, Umformarbeiten, Lötungen, erste Fassarbeiten und einiges mehr. Einen Computer hatte damals niemand, Photoshop gab es noch nicht und so sind die Skizzen zunächst mit Blei- und Buntstiften sowie später mit Hilfe von Aquarellfarben entstanden.

Aus dem Werkstatt-Wochenbuch...

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