Edelsteine
Pure Faszination
Diamant, Amethyst, Rubin, Topas, Saphir, all dies sind Namen von Mineralien, die wir schon als Kinder kennen und schätzen lernen. In der Natur fallen uns die Edelsteine besonders auf. Ihre Farben, die zum Teil hohe Härte, ihr Glanz und ihre manchmal unendlich erscheinende Tiefe ziehen uns in ihren Bann. Von ihnen geht eine ungeheure Faszination aus. Sagen und Mythen umranken sie, Menschen glaubten und glauben noch immer fest an die heilende Wirkung mancher Steine.
Wir finden sie einfach nur unglaublich schön und fühlen uns genau wie Sie magisch von ihnen angezogen. Die Gemmologie ist ein weites Feld, eine Wissenschaft für sich. Auch in diesen Tagen werden noch Edelsteinlagerstätten entdeckt. Die damit verbundenen Abenteuer und die daraus entstehenden Geschichten enden noch lange nicht.
Begrifflichkeiten
Der Bereich der Gemmologie (die Wissenschaft der Edelsteine) ist geprägt von diversen Fachbegriffen, welche auf den ersten Blick verwirrend erscheinen. Wenn man sich aber ein wenig damit beschäftigt, erkennt man schnell den Sinn hinter dem Wort. Viele Begriffe sind von historischer Natur. Sie haben sich bis heute, in zum Teil abgewandelter Form, in unserem Sprachschatz gehalten.

- Kristalle können sehr unterschiedlich ausgeprägt sein.
Härte
Der Begriff Härte wird so manchem noch aus der Schulzeit bekannt sein. Der Mineraloge Friedrich Mohs (∗ 1773 – † 1839) entwickelte die sogenannte Ritzhärte. Diese definierte er als den Wiederstand, den ein Mineral beim Ritzen mit einem scharfkantigen Gegenstand diesem entgegen bringt. Ein Blick auf die Skala lohnt sich. Ihr können Sie entnehmen, dass zum Beispiel Ihr Ring mit dem Sonnenstein einer besonderen Obhut bedarf. Diese Feststellung beruht auf der Tatsache, dass Quarz immer in feinsten Teilchen in der Luft vorhanden ist. Der Staub setzt sich auf allen Dingen ab. Auch die Gläser Ihrer Brille sind dem Quarzstaub ausgesetzt. Darum empfiehlt Ihnen Ihr Optiker, vor dem eigentlichen Putzen die Brille kurz unter fließendem Wasser abzuspülen. Die folgende Tabelle stellt die Härte nach Mohs der Schleifhärte gegenüber.
| Härte nach Mohs |
Mineral | Härteprüfmittel | Schleifhärte |
|---|---|---|---|
| 1 | Talk | mit Fingernagel schabbar | 0,03 |
| 2 | Gipsspat | mit Fingernagel ritzbar | 1,25 |
| 3 | Calcit | mit Kupfermünze ritzbar | 4,5 |
| 4 | Fluorit | mit dem Messer leicht ritzbar | 5,0 |
| 5 | Apatit | mit dem Messer noch ritzbar | 6,6 |
| 6 | Orthoklas | mit Stahlfeile ritzbar | 37 |
| 7 | Quarz | ritzt Fensterglas | 120 |
| 8 | Topas | 175 | |
| 9 | Korund | 1.000 | |
| 10 | Diamant | 140.000 |
»edle« Steine...
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Edelsteine
Eine klare Definition, was ein Edelstein ist, gibt es nicht. Für die einen sind Edelsteine nur jene, welche geschliffen und poliert sind. Für andere wiederum muß auch das Kriterium der Seltenheit erfüllt sein. Ein dritter fordert eine gewisse Mindesthärte. Die vielleicht einzige Gemeinsamkeit liegt in der Schönheit. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um organisches oder mineralisches Material handelt. So können in einem Schmuckstück verarbeitete Diamanten im Brillant–Schliff der würdige Rahmen einer herrlichen Perle sein. Vielleicht ist es erst die Be– und Verarbeitung, die einen Stein letztlich zum Edelstein macht.