Über die Bad Salzufler Goldschmiede
Unikate von Unikaten für Unikate
So könnte man es wohl kurz und knapp beschreiben - das, was wir stets als unser Handwerk verstehen. Erfahren Sie im folgenden mehr über Goldschmiede, deren Geschichte und unsere Arbeit.
Unser Handwerk…
…ist das Goldschmieden. Ein Handwerk, aus dem im Laufe der Jahrhunderte weitere entstanden: Schmiede, Edelsteinschleifer und -fasser, Graveure, Elfenbeinschnitzer und einige mehr. Es vereint auf wunderbare Weise die Bereiche der Naturwissenschaften mit den kulturellen Aspekten der jeweiligen Zeit. Es entstanden und entstehen Schmuckstücke sowie Objekte, welche den Zeitgeist und die technischen Errungenschaften der Kulturen wiedergeben. Die Edelmetalle, so wertvoll sie auch sein mögen, die Edelsteine, so schön sie auch sein mögen - ohne die schmiedende Hand gäbe es keine Piratenschätze und Könige und Königinnen würden sicher keinen Goldbarren auf ihren Häuptern tragen.
Qualität – sieben Generationen schaffen Schmuck…
…die Familie Bender beschäftigt sich seit dem 18. Jahrhundert mit der Bearbeitung des gelben Metalls. Das sind mehr als 200 Jahre und die Faszination ist ungebrochen!
Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft liegen nun in unseren Händen. Viele Jahrzehnte der Erfahrungen, jahrhunderte alte Traditionen und rasant wachsende technologische Fortschritte müssen stets aufs Neue abgewogen und bewertet werden. Das Wissen über die Materialien, das handwerkliche Können und die gestalterische Ausbildung sichert die Qualität, die wir Ihnen bieten.
Mit Anja Bender ist die siebte Generation der Familie in diesem einzigartigen Handwerk tätig. Wir sind stolz auf diese lange Tradition und darauf, ein kleiner Teil derer zu sein, welche diese Welt jeden Tag ein bisschen schöner machen.
Als Meister…
…wollten wir unser Wissen zum Fortbestand des Handwerks an junge Menschen weiter geben. Die 3½ jährige Ausbildung ist die wichtigste Grundlage des Berufes. Einen Ausbildungsplatz werden wir jedoch nicht mehr zur Verfügung stellen. Die Gründe hierfür finden sich in der Neufassung der Handwerksordnung. Danach ist der Beruf Goldschmied zulassungsfrei.
Gesellschaftlich so gewollt
Nach der Novellierung der Handwerksordnung kann jeder diesen Beruf ausüben und als selbständiges Handwerk betreiben. Es ist keine qualifizierende Ausbildung mehr nötig. Eine politische und damit gesellschaftliche Entscheidung mit weitreichenden Folgen – eine Ausbildung als Goldschmied und die damit verbundenen Prüfungen sind von nun an als unnötige Hürde anzusehen – eine Ausbildung ist damit sinnfrei…
Mit meiner Entscheidung, keinen Ausbildungsplatz mehr zur Verfügung zu stellen, bin ich nicht glücklich. Führt sie doch den Begriff »Meister« ad absurdum. Jedoch bedeutet die konsequente Umsetzung der Novelle für mich die legitime Möglichkeit, meinem Protest gegen diesen Unsinn Ausdruck zu verleihen. Lesen Sie im folgenden meine grundsätzliche Haltung zu diesem Thema.
Die Novelle der Handwerksordnung von 2004 zerstört ein historisch gewachsenes, wirtschaftlich starkes, kulturell wertvolles Gut der Handwerkskunst in der Bundesrepublik. Sie höhlt das überall auf der Welt als Vorbild geltende duale Ausbildungssystem aus.
Der Meistertitel verkommt zu einem Prestigeobjekt, anstatt für das zu stehen, was er eigentlich sein sollte: Garant für die meisterliche Beherrschung des Handwerks, die Weitergabe des Wissens an den Nachwuchs und den stetigen Willen, sich fortzubilden. Gerade in der heutigen Zeit sind Werte wie diese stärker gefordert denn je!
Die Novellierung in 2004 erfolgte auch nicht mit letzter Konsequenz, so hätte den Gewerken auch die Wahlfreiheit über die Beiträge zu Handwerks-, Industrie- und Handelskammern zugesprochen werden müssen. Ein deutliches Zeichen für eine völlig übereilte Reaktion der damaligen Bundesregierung.
Mario Sarto
Handwerk auf dem Weg zum Schafott

Nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit fanden diese Vorgänge statt. So glauben noch heute einige Goldschmiede, Uhrmacher, Estrichleger oder Schneidwerkzeugmechaniker, dass zum Betreiben ihres Gewerks doch mindestems ein Gesellenbrief nötig sei. Ein Anruf bei der zuständigen Handwerkskammer wird sie jedoch schnell vom Gegenteil überzeugen.
Der Begriff Goldschmied ist nicht (mehr) geschützt. Jeder kann eine Goldschmiede eröffnen, Edelmetalle und -steine verarbeiten und als Schmuck veräußern. Ob gelernt oder ungelernt, was dabei heraus kommt, ist sekundär. Geblieben ist der Beitrag, den der Schmuckschaffende an die Handwerkskammern abführen muß. Wer sich zum Meister fortbilden will, der kann das tun — er muß aber nicht. Damit entfällt die Verpflichtung, sich fortbilden zu müssen. Zugangsbeschränkend habe sich der in Verruf geratene Titel ausgewirkt. Das sehen wir anders! Besonders in Bezug auf die Ausbildung unseres Nachwuchses. Das duale System wird allerorten gepriesen und als Vorbild angesehen. Ohne Meisterinnen und Meister ist sein Untergang besiegelt. Hier wird es in absehbarer Zeit zu herben Defiziten kommen.
Der freie Markt, so die Kritiker des Meistertitels, wird es schon richten. Jemand, der schlecht arbeitet, wird nicht lange am Markt präsent sein. Welche Schäden dieser aber bis zu seinem Abgang verursacht, bleibt unausgesprochen. Sie, liebe Leserinnen und Leser müssen sich also in Zukunft sehr genau umsehen, wem Sie Ihren Schmuck anvertrauen.
Unter den glanzvollen Worten Goldschmiedekunst und Schmuck-Unikat sonnen sich heute Dinge im Web, die nur sehr wenig mit unserem Handwerk zu tun haben. Gebohrte Trommel-Steine und Glasperlen werden da mit Fertigteilen kombiniert als große Design-Leistung angepriesen. Die Fertigkeit, derartiges herzustellen, ist innerhalb weniger Tage erlernt. Auch der Handel mit gegossenen Ringen und Amuletten scheint für viele Anbieter ein lukratives Geschäft zu sein. Diese Dinge haben nur sehr wenig mit unserem Gewerk zu tun. Eine gestalterische Auseinandersetzung mit Materialien und Formen sowie die fachgerechte Umsetzung finden nicht statt. Nein - wir lehnen diese Art von Schmuck nicht ab. Wir weisen an dieser Stelle aber sehr wohl darauf hin, dass diese Schmuck-Kultur nichts mit Goldschmieden zu tun hat.
Unsere Arbeit…
…besteht aus dem Entwerfen und Fertigen von Schmuckunikaten aus Edelmetallen, Edelsteinen, Perlen und anderen Naturprodukten. Es gibt bei uns keinen Schmuck von der Stange. Wir haben unseren eigenen Kopf. Eine qualitativ hochwertige Verarbeitung und beste Rohstoffe sind für uns selbstverständlich. Dafür stehen wir mit unserem Namen und unseren Meisterzeichen in jedem unserer Stücke.
Unsere Leistungen…
- …Anfertigung:
- Sie haben eine Schmuck-Idee?
Wir setzen sie um. Auf Wunsch fertigen wir Entwürfe und Kostenvoranschläge. - …Reparatur:
- Fehlt ein Stein, ist der Ring unter den Autoreifen gekommen, die Kette ist gerissen?
Wir beheben und restaurieren den Schaden sachkundig und informieren vorher über die Kosten. - …Umarbeitung:
- Der Ring aus den siebzigern gefällt Ihnen nicht mehr, Sie haben keine Freude mehr an den Ohrsteckern?
Wir sehen, was sich machen läßt und helfen Ihnen bei Ihren Entscheidungen! - …Gravuren:
- Individueller geht es nicht?
Doch! Mit einer feinen Gravur, von Hand ausgeführt, erhält ein Stück die ganz besondere Note. - …Aufarbeitung:
- Ist der Schmuck matt oder die Versilberung unansehnlich geworden?
Wir verleihen den Dingen neuen Glanz. - …Beratung:
- Warum wird der Pullover schwarz beim tragen des Anhängers, Schmuck als Wertanlage, was ist eine Legierung?
Wir sagen es Ihnen. - …Wertgutachten:
- Sie benötigen für Ihre Versicherung Nachweise über Ihren Schmuck?
Wir fertigen Ihnen detailierte Wertgutachten mit aussagekräftigen Bildern.
Anja Bender

Gold- und Silberschmiedemeisterin
Mit Anja Bender ist die siebte Generation der Familie Bender im Goldschmiedehandwerk tätig. Dabei stand ihr zunächst gar nicht der Sinn nach einer künstlerisch-handwerklichen Laufbahn. Sie wollte lieber Landwirtin werden und Pferde züchten. Der ursprüngliche Berufswunsch wurde zum Nebenerwerb und ist nun willkommener Ausgleich zur goldschmiedischen Tätigkeit. Aus heutiger Sicht habe sie die richtige Entscheidung getroffen. „Die Arbeit in der Werkstatt ist vielseitig, kreativ und oft auch spannend. Ich glaube, es gibt kaum einen abwechslungsreicheren Beruf!“ sagt Anja Bender begeistert nach nun mehr über zwanzig jähriger Tätigkeit als Goldschmiedin.
Mario Sarto

Goldschmiedemeister, staatl. gepr. Gestalter Fachrichtung Edelmetall Schwerpunkt Schmuck und Gerät
„Der Beruf Goldschmied ist eine Berufung. Im Vordergrund steht der Inhalt – die Form folgt der Funktion. Der Grad der Gestaltung handwerklicher Erzeugnisse muß den profanen Wert seiner Materialien übersteigen.“
Das alles ist sicher richtig, dennoch steht für Sarto etwas anderes im Vordergrund: der Schmuck, den Sie in unserer Goldschmiede erwerben können – er muß Ihnen wirklich gefallen. Wenn er dann ein Teil von Ihnen geworden ist und nach Jahren zur Aufarbeitung in die Werkstatt kommt, zerkratzt, ja vielleicht sogar an einigen Stellen verschlissen, dann ist dies die schönste Bestätigung für seine Arbeit. Dabei liebt er die Herausforderung, außergewöhnliches zu schaffen – sowohl in Form und Art eines Stückes als auch bei den zur Verwendung kommenden Materialien.
Subice te rebus et impera!